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Vorsicht bei Dachsparren & Co.: So zeigt das Dach, wie es ihm geht vom 27.02.2017

Dach- und Fassadendämmung, Marc Peschel, Wärmedämmung, Dachlatte, Dachsparren

Dachsparren, Dachöffnungen und Dachfensterrahmen: An vielen Stellen lässt sich erkennen, wie es dem Dach geht. Ein Tipp von Dachdeckermeister Marc Peschel: „Manchmal sind Mängel mit bloßem Auge erkennbar.“

Natürlich lässt sich der tatsächliche Zustand eines Hausdaches nicht schnell mit einem Blick beurteilen. Doch auch „Nicht-Dachdecker“ können Hinweise auf möglichen Reparatur- oder Sanierungsbedarf entdecken.

Besonders in der kalten Jahreszeit gibt das Dach selbst Hinweise: Nach einer kalten Nacht oder nach Schneefall sind durchaus Anzeichen für Wärmebrücken im Dachbereich erkennbar. Bei einer Zwischensparren-Wärmedämmung können sich die von oben nach unten verlaufenden Dachsparren als Wärmebrücken mit schneefreien Flächen auf dem Dach abzeichnen (s. Foto). Je nach Temperaturdifferenz zwischen Innen- und Außenluft und dem Heizverhalten, kann sich ein Dachsparren aufwärmen und die gespeicherte Wärme an die Dachfläche darüber abgeben. Schneefreie Flächen über dem Sparrenverlauf sind also nicht zwingend ein Alarmsignal. Die Dämmschicht zwischen den Sparren dagegen sollte möglichst keine Wärme nach außen transportieren. Dennoch kann es empfehlenswert sein, den Dachdecker zu seiner Meinung zu befragen.

Wärme steigt nun mal nach oben. So können schnee- und raureiffreie Zonen auch im oberen Firstbereich entstehen. Hier kommt es darauf an, wie schnell gerade dieser Firstbereich schnee- und reiffrei wird. Auch dies muss nicht, aber kann durchaus ein erstes Anzeichen für einen Optimierungsbedarf der Wärmedämmung sein.

Interessant sind auch die Dachflächen rings um Dachöffnungen wie z.B. Dachfenster. Auch hier sollte sich die Temperaturdifferenz zur übrigen Dachfläche nicht zu deutlich durch schneefreie Bereiche darstellen. Bei solchen Anzeichen hilft oft auch der Blick in die Dachwohnung. Sind hier ebenfalls die Sparrenbereiche deutlich erkennbar, verdichtet sich der Verdacht auf mangelhafte Anschlüsse der Dämmung und Dampfsperren an die tragende Dachunterkonstruktion. Dies ist leider oft der Fall, wenn als „Muskelhypothek“ die Wärmedämmung vom Bauherren selbst ausgeführt wurde.

Ein echtes Alarmzeichen sind Feuchtigkeitsspuren auf der Innenseite des Dachfensterrahmens und dunkle Bereiche auf der Bekleidung der Dachschräge rings um das Dachfenster. Dies kann ein erster Hinweis auf eine Tauwasserbildung sein, die überall dort auftritt, wo die Temperaturdifferenz besonders hoch ist. Als Folge droht nicht selten Schimmelbildung, die zu einer Freisetzung von Schimmelpilzsporen in die Raumluft führen kann. Auch hier sollte zeitnah ein Dachdecker-Fachbetrieb eine fachlich korrekte Diagnose stellen.

Gerade die Wärmebrücken bei der am weitest verbreiteten Zwischensparren-Dämmung können dauerhaft beseitigt werden. Im Zuge einer möglicherweise ohnehin fälligen Dachsanierung sollte der Bauherr „seinen“ Dachdecker auf die Möglichkeit einer Aufdach-Dämmung ansprechen. Dabei ist die Dämmschicht durchgehend über den Sparren angeordnet. Die dadurch entstehende Erhöhung des Daches um die Dicke der Dämmschicht ist übrigens auch bei Reihen- oder Doppelhäusern baurechtlich zulässig.

In jedem Fall sollte der Hausbesitzer den auch für ihn als Laien sichtbaren Hinweisen durch einen Dachexperten wie den Düsseldorfer Dachdeckermeister Marc Peschel nachgehen lassen. Bei den permanent steigenden Energiekosten gehört die optimale Wärmedämmung zu den besten Investitionen in den Werterhalt oder die Wertsteigerung einer Immobilie.

Sprechen Sie uns gerne an, sollten sie weitere Fragen zum Thema Wärmedämmung haben.

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Silhouette: Dachdecker bei der Arbeit.