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Dachdecker-Ausbildung: Talent statt Abitur vom 06.02.2018

arbeitsschutz, dachdecker-ausbildung

„Es muss nicht immer Abitur sein, um Erfolg im Beruf zu haben“, meint der Düsseldorfer Dachdeckermeister Marc Peschel. Ein Plädoyer für die Dachdecker-Ausbildung.

„Wenn andere gerade mal das Abitur haben, hat unser Dachdecker-Nachwuchs schon seine Berufsausbildung absolviert“, so Marc Peschel. Auch der Einkommensvorsprung gegenüber gleichaltrigen Studierenden ist dann schon enorm. Aber auch Arbeitsplatzsicherheit zählt. „Dachdecker haben als gefragte Fachkräfte einen Job, der meist sicherer ist als manch ein Schreibtisch-Arbeitsplatz“.

Von der Dachdecker-Ausbildung zur Führungskraft

Viele Dachdecker machen weiter mit der Meisterausbildung und dann stehen ihnen sogar zahlreiche Studiengänge offen, sonfern sie nicht den Weg in die Selbstständigkeit oder zur Führungskraft im Handwerk einschlagen. Marc Peschel findet die Situation geradezu paradox: Nur rund 44% der Abiturienten wollen direkt nach dem Abitur mit dem Studium beginnen. Doch fast ein Drittel aller Abiturienten sind nach dem Abschluss ihrer Schulzeit noch unentschlossen. Und zur gleichen Zeit warten Kunden oft wochenlang auf einen Handwerkertermin – weil dem Handwerk Fachkräfte fehlen.

Welchen Stellenwert inzwischen eine Berufsausbildung hat, zeigt eine Studie, die vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) gefördert wurde: Fast jeder dritte Studierende breche sein Studium ab. 43% von ihnen beginnen dann eine Berufsausbildung.

„Es besteht enormer Nachholbedarf!“

„Unser Schwerpunkt der Arbeit liegt auf der energetischen Optimierung von Gebäuden. Da besteht enormer Nachholbedarf“, erklärt Dachdeckermeister Peschel: Nach Angaben des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie (2014) sind die Hälfte aller rund 20 Mio. Wohngebäude in Deutschland in den nächsten Jahren sanierungsbedürftig. Dazu kommt der steigende Bedarf an neuem Wohnraum.

Experten schätzen den Bedarf auf 400.000 Wohnungen pro Jahr.

DachdeckerInnen erlernen nicht nur das Eindecken von Dächern. Sie helfen, die gesamte Gebäudehülle durch Wärmedämmungsmaßnahmen zu optimieren. So z.B. auch mit vorgehängten hinterlüfteten Fassadensystemen. Solartechnik an Dach oder Wand reduzieren den Primärenergiebedarf. Sie können sogar mittels Speichersystemen eine autarke Stromversorgung ermöglichen. Und Dachbegrünungen schaffen wertvolle Mini-Biotope, die auch als Null-Energie-Klimaanlagen funktionieren und sogar den Schallschutz messbar verbessern.

Mehr Informationen zum Thema Dachdecker-Ausbildung erfahren Sie von Dachdeckermeister Marc Peschel persönlich.

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Silhouette: Dachdecker bei der Arbeit.